Technical textiles

Mit Hilfe von speziell an die Anforderungen angepassten Maschinen ist es möglich, Fasern, Drähte oder Leitungen bis zu einem Querschnitt von etwa 3 mm in einem beliebigen Layout auf einen Trägerstoff aufzubringen. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Netzgewebe in der Medizintechnik, Antennen und Empfänger bei der Nachrichtenübermittlung, Kupferdrähte als Heizelemente oder Lichtleiter sind nur einige Beispiele.



DRAHTVERLEGUNG

Bei der Drahtverlegung wird ein Draht mittels Übernähen auf einem Trägermaterial fixiert. Dadurch entsteht eine feste aber dennoch hochflexible Verbindung. Anwendungsgebiete dieser Technologie sind beispielsweise Sensoren, Heizelemente für Sitze und Batterien im Fahrzeugbereich oder Antennen/RFID Elemente im HF Bereich.

Das Layout kann weitgehend frei gestaltet werden. So ist es auch möglich, außer einzelne, isolierte Gelege auch Endloselemente auf Rollen zu produzieren.

FASERVERLEGUNG

Beim diesem Verfahren werden Faserverbundwerkstoffe (Carbon, Glasfaser, Aramid) auf ein Trägersubstrat gelegt, und zwar so, dass die Faserorientierung optimal auf die späteren Kraftverläufe berücksichtigt. Dies kann in mehreren Lagen in einem Bearbeitungsschritt erfolgen. Das Übereinanderlegen von rechtwinklich gewebten Carbonmatten und nachträglicher Formschnitt entfällt. Darüberhinaus  entsteht kaum mehr kostspieliger Abfall von Fasermaterial.

LEITFÄHIGE GARNE

Durch den Einsatz leitfähiger Garne ist auch eine großflächige, elektrische Kontaktierung möglich. Die Technik ist auf einer Vielzahl unterschiedlicher Träger einsetzbar, die unter bestimmten Umständen sogar elastisch sein darf. Es entsteht zudem eine wesentlich weichere Haptik als bei der Drahtverlegung.